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Verschlussmuster sehen unter anderem Licht anders aus: Was sollten Sie vergleichen?

Wenn Käufer und Lieferant die Farbe eines Kunststoffverschlusses unterschiedlich beurteilen, helfen physische Muster und vereinbarte Betrachtungsbedingungen.

Produktdarstellung des Peksan-PET-Flaschenverschlusses 028.016CTP10B
Diese Produktdarstellung ist weder ein physisches Farbreferenzmuster noch eine Farbmessung.

Mit demselben physischen Referenzmuster beginnen

Ein beim Lieferanten freigegebener Verschluss kann beim Käufer anders aussehen. Vergleichen Sie zunächst das aufbewahrte Freigabemuster mit dem gelieferten Muster, bevor Sie eine neue Farbe verlangen. Zwei Muster können unter einer Beleuchtung übereinstimmen und unter einer anderen abweichen; daraus allein folgt keine Rezepturänderung.

Kennzeichnen Sie beide Muster mit Produktcode, Farbreferenz, Charge und Freigabedatum. Beide Seiten müssen dasselbe Bauteil und dieselbe Oberfläche beurteilen. Ein Handyfoto kann das untersuchte Muster dokumentieren, sollte aber nicht zum Farbstandard werden.

Die Betrachtungsbedingungen dokumentieren

Legen Sie Referenz und gelieferten Verschluss nebeneinander. Vereinbaren Sie Beleuchtung, Hintergrund, Ausrichtung und Betrachtungsposition und dokumentieren Sie den Vergleich. Wiederholen Sie ihn unter einer zweiten vereinbarten Beleuchtung, die zur vorgesehenen Präsentation der Verpackung passt. Die Anweisung „bei Tageslicht prüfen“ ist zu ungenau.

ASTM D1729-22 behandelt die visuelle Farbbeurteilung opaker Materialien; D4086-18(2023) die visuelle Bewertung von Metamerie. Diese Verweise sind weder eine Produktzertifizierung noch ein Nachweis einer von Peksan durchgeführten Prüfung. Transparente, durchscheinende oder Effektmuster benötigen eine passend vereinbarte Bewertung.

Genauen Produktcode und Dokumentrevision verwenden

Peksan 028.016CTP10B ist beispielsweise ein 28-mm-Verschluss für PET-Flaschen mit PCO-1881-Mündung. Das technische Datenblatt, Revision 01 vom 24. März 2026, nennt HDPE und PE-basiertes Farbmasterbatch. Ein Farbname oder Produktbild legt weder einen exakten Farbton noch eine numerische Toleranz fest. Bestätigen Sie die gewünschte Referenz und die aktuellen Lieferangaben in Ihrer Anfrage.

Eine Entscheidung vereinbaren statt einen pauschalen Grenzwert setzen

Wenn Messwerte benötigt werden, vereinbaren Sie vor dem Vergleich, wie die Muster gemessen werden und welches Annahmekriterium gilt. Eine Farbdifferenzzahl ohne Messbedingungen ist unvollständig. Dieser Beitrag gibt keinen universellen ΔE-Grenzwert vor und ersetzt kein vollständiges Prüfverfahren.

Dokumentieren Sie, ob das Musterpaar akzeptiert wird, weitere Vergleiche nötig sind oder eine Untersuchung durch den Lieferanten ansteht. Leiten Sie keinen Materialwechsel allein aus einem Bildschirmbild ab und geben Sie eine strittige Charge nicht allein deshalb frei. Die Farbfreigabe ist von Passung, Dichtheit und Eignung für das Füllgut zu trennen.

Ein aussagekräftiges Vergleichspaket zusammenstellen

Übermitteln Sie für eine Muster- oder Angebotsanfrage den vollständigen Produktcode, beide gekennzeichneten Muster oder eine vereinbarte Referenz, Flasche und Anwendung, die Lichtbeobachtungen und die benötigte Entscheidung. Fügen Sie aktuelles Datenblatt und Freigabeprotokoll bei. Beachten Sie die Vorbereitungsvorgaben des Produkts gesondert; ein Farbvergleich ist kein Anwendungstest. Der verlinkte Leitfaden zur Musterfreigabe hilft, das Ergebnis dem Auftrag zuzuordnen.

Quellen und zugehörige technische Unterlagen

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