Rückverfolgbarkeit von Verschlusslosen: Wareneingang und Abfüllchargen verbinden
Können Sie zeigen, in welchen Abfüllchargen zwei Verschlusslose mit derselben Artikelnummer eingesetzt wurden? Eine brauchbare Aufzeichnung verbindet das Kartonetikett mit der Linienbeschickung, dem Restbestand und dem Fertigprodukt.

Drei Kennungen getrennt führen
Die Artikelnummer bezeichnet den bestellten Verschluss, das Lieferantenlos die gelieferte Produktionsgruppe und die Abfüllcharge das Fertigprodukt, für das der Verschluss verwendet wurde. Fassen Sie diese Angaben nicht in einem einzigen Chargenfeld zusammen. Eine Artikelnummer kann mehrere Lose umfassen; ein Verschlusslos kann auf mehrere Abfüllläufe verteilt werden.
Beginnen Sie mit einer einfachen Zuordnung: Artikelnummer und Variante, Lieferantenlos, Lieferbeleg, interne Bestandskennung, Abfüllcharge und eingesetzte Menge. Dies sind vorgeschlagene Betriebsdaten, keine Beschreibung aktueller Peksan-Etiketten oder einer bestimmten Software.
Wareneingang und Linienbeschickung verknüpfen
Übernehmen Sie die Losangabe beim Eingang unverändert vom Etikett. Bei Vergabe einer internen Bestandsnummer bleibt das ursprüngliche Lieferantenlos erhalten. Ist das Etikett unlesbar oder widerspricht es den Belegen, darf die Zuordnung nicht geraten werden. Trennen Sie das Material nach Ihrem Qualitätsverfahren und klären Sie die Angaben mit dem Lieferanten.
Verknüpfen Sie bei der Beschickung Abfüllcharge, Linie, Datum und Uhrzeit, zugeführtes Los und Menge. Ein Etikettfoto kann die Übertragung unterstützen, belegt allein aber nicht den tatsächlichen Einsatz.
Unsicherheit beim Loswechsel sichtbar machen
Werden Verschlüsse eines neuen Loses zugegeben, während noch Verschlüsse des vorherigen Loses im Vorratsbehälter liegen, bildet der Zugabezeitpunkt keine exakte Losgrenze. Ohne ein für den Materialfluss validiertes Trennverfahren sind die während des Übergangs hergestellten Produkte beiden möglichen Losen zuzuordnen. Erfinden Sie keinen Zeitpunkt für den letzten Verschluss, um den unsicheren Bereich zu verkleinern.
Beispiel: Los B wird während der Verwendung von Los A hinzugefügt, ohne den Behälter zu leeren. Halten Sie die Verknüpfung zu A und B, den Übergangsbeginn und den Grund für die unklare Grenze fest. Das Beispiel ist weder eine Produktionsanweisung noch eine allgemeine Zeitvorgabe.
Reste, Rückgaben und Abweichungen erfassen
Verschlüsse aus geöffneten Kartons müssen bei der Rückgabe ins Lager ihre Loszuordnung behalten. Kennzeichnen Sie zusammengeführtes oder nicht identifiziertes Material nicht als ein einziges bekanntes Los. Die Verwendbarkeit ist im Qualitätsverfahren zu bewerten; die Mengenbewegung gehört in die Rückverfolgbarkeitsaufzeichnung.
Gleichen Sie den Anfangsbestand an der Linie plus zugeführte Menge minus verwendete sowie ausgesonderte oder entfernte Menge mit dem erfassten Restbestand ab. Untersuchen Sie Zähl- und Rechendifferenzen, statt die Loszuordnung nur zur Anpassung der Summe zu ändern.
Die Aufzeichnung in beide Richtungen prüfen
Wählen Sie ein Lieferantenlos aus und ermitteln Sie Restbestand, belieferte Abfüllchargen und zugehörige Fertigproduktaufzeichnungen. Wählen Sie anschließend eine Fertigproduktcharge und verfolgen Sie die eingesetzten Verschlusslose zurück. Diese Übung ist weder eine Rückrufentscheidung noch eine Produktsicherheitsbewertung.
Erfassen Sie für fehlende Verknüpfungen, widersprüchliche Mengen oder nicht auffindbare Etiketten einen Verantwortlichen und eine Korrekturmaßnahme. Bestimmen Sie Aufbewahrungsdauer und Detailgrad anhand Ihres Produkts, der Kundenbedingungen und geltender Pflichten. Teilen Sie bei Angebots- oder Musteranfragen neben der Artikelnummer auch die erwartete Loskennzeichnung und Belegzuordnung mit.
Quellen
- GS1 Global Traceability Compliance Criteria (Version 4.1)
- Europäische Kommission — Rechtsvorschriften für Lebensmittelkontaktmaterialien
